4 Tagestour 2012 in die Ardennen:

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28. 06. 12: Nievenheim - Bütgenbach-Belgien 150 km, ca. 1.500 Hm
Am Donnerstag war Start um 08:00 Uhr in Nievenheim für Bernd, Calli, Dietmar, Götz, Guido, Jakob, Klaus, Ludwig,  Noppel, Peter, Helmut und mich. Gaby und Angelika haben liebenswerter Weise wieder unser Gepäck transportiert. Norbert kam am Gohrer Hügel dazu. Die Route nach Bütgenbach ging erstmal über unsere umgekehrte Trainingsrunde über Kirchtroisdorf, wo Noppel sich den Ortsschildsprint nicht nehmen ließ. Die Vollrather Höhe haben wir diesmal ausgelassen. Dafür hatten wir nach Schevenhütte und dem Rennweg tolle Aussichten und Panoramen und sogar eine Steigung mit ca. 15 %. Auf der 150 km-Strecke hatten wir drei schöne Pausen - die erste wieder in Langerwehe in der gleichen guten Konditorei wie bei der Eifeltour. Die zweite war dann schon in Simonskall und die dritte auf einem Berg mit einer wunderschönen Aussicht auf ein Waldgebiet. Ich habe Martins Trainingsvorschläge ausprobiert und bin mit Schwung auf dem großen Blatt die Anstiege hochgefahen. Bei den steilen Anstiegen (auch den mit 15 %) konnte ich aber doch nicht ganz auf das kleine Blatt verzichten. Insgesamt ein schöner sonniger Tag mit wunderbaren Aussichten auf die nächsten Tage. (Andrea)

29. 06. 12: Bütgenbach - Celles ca. 140 km, ca. 2.300 Hm
Die heutige 4-Tages-Tour stand unter einem unglücklichen Stern. Klaus hatte schon nach ca. 1 km einen Platten, der sich durch die durchschlagende Felge schwer beheben ließ. Calli hat die Zeit genutzt, mit meinem kleinen Taschenreparaturwerkzeug sein Schaltwerk zu korrigieren. Anschließend sind wir über eine wunderschöne 30 km lange Bahntrasse mit mehreren Eisenbahntunneln gefahren. An der Trasse entlang hatten wir wunderschöne Aussichten über die belgische Hügellandschaft. Nach ca. weiteren 10 km und einer superlangen und schönen Abfahrt hatte Klaus seinen dritten Platten und wir haben während der Behebung eine Pause in einem Straßencafé neben einer Tankstelle gemacht. Nach Beendigung der gemeinsamen Pause (Klaus durfte nach Reparatur auch noch seinen Kaffee trinken/Kuchen essen) - sind wir einen steilen Anstieg hochgefahren, der sich als Sackgasse entpuppte und wir wieder zurück mussten. Die nächsten 70 km sind wir mehr oder weniger starke Anstiege ohne Pause und immer wieder stark einsetzenden Regen gefahren. Bernds Navi ist mittlerweile ausgefallen und es mussten auf Tracks von Helmut oder Peter zurückgegriffen bzw. die Routen im Regen neu ermittelt werden. Die kurvigen Abfahrten mussten wir aufgrund der Nässe und rutschigen Straßen vorsichtig und mit Abbremsen fahren. Die Bistros unterwegs waren zwischenzeitlich geschlossen. Als wir schließlich noch ca. 4 km zum Hotel hatten, wurde beschlossen einen Umweg über das 9 km entfernte Dinant zu machen. Dinant ist eine Touristenstadt und hier wurde der Erfinder des Saxophons geboren. An einer Brücke waren lauter bunte Saxophone nebeneinander angebracht. Ein weiterer Grund nach Dinant zu fahren, war es, endlich die echten belgischen Pommes Frites zu essen. Ich war nicht so begeistert, dorthin zu fahren, weil ich schon ziemlich erschöpft war und eigentlich direkt zum Hotel wollte. Dinant sieht aus wie Königswinter und wird in Belgien auch Königswinter de la Meuse (Königswinter an der Maas) genannt. Klaus hat sich in Dinant noch neue Fahrradschläuche gekauft, weil seine drei Stück mittlerweile verbraucht waren. Die Route zum Hotel wurde wieder über das Navi gesucht und es hatte einen 20 %-igen Anstieg ausgesucht. Die Auffahrt wurde nach ein paar Metern durch einen Auspumpwagen in einer engen Gasse, der Wasser aus einem Haus gepumpt hat, von beiden Seiten blockiert. Die Räder mussten an beiden Seiten der Häuser vorbei über enge Treppen getragen werden. Anschließend war der Anstieg so steil und lang, dass ich mein Fahrrad geschoben hatte. Götz ist leicht gestürzt, als er aufsitzen wollte und wohl nicht gleich ins Pedal gekommen ist oder nicht direkt den richtigen Schwung bekommen hatte. Er hat es sich aber trotzdem nicht nehmen lassen, den Anstieg mit dem Rennrad zu bewältigen und ist wieder aufgestiegen und hochgefahren. Die anderen hatten auch Mühe, den Weg mit dem Rad hochzufahren, haben es aber geschafft. Anschließend noch eine lange nasse Abfahrt und ein Anstieg und dann waren wir endlich wieder nach 140 km und ca. 2.300 Hm am Ziel und ich am Ende meiner Kräfte angekommen. Trotz des Regens und der Bewölkungen hatten wir wunderbare weite Aussichten, aber heute war es eine Tour mit Hindernissen. (Andrea)

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30. 06. 12: Celles - Michelbach, bei Gerolstein/Eifel 1. Gruppe ca. 260 km, 3.000 hm; 2. Gruppe ca. 170 km - 2500 Hm
Nach der gestrigen regnerischen und anstrengenden Tour wurden 2 Gruppen gebildet. Wir sind heute bei schönstem Sonnenschein um 09:00 Uhr gemeinsam gestartet. Die Tour führte uns über erste Anstiege (einer wieder 15 %) und schöne Panoramen nach Durbuy. Diese ist auch eine Touristenstadt mit Schloss und Wassergraben, Cafés und einer Aussichtsbahn, die wohl zum Schloss führt. Hier hatten wir nach nach 40 km unsere erste Pause. Die Preise für Kaffee und Kuchen waren touristisch entsprechend teuer. Anschließend haben wir zwei Gruppen gebildet. Götz, Klaus und Norbert haben sich für eine 200 km-Tour entschieden, aus der letztendlich 260 km wurden. Wir sind wieder über einen sehr steilen Anstieg an der Grenze von Luxembourg (Burg Reuland oder ähnlich) über St. Vith gefahren.  Auf dem Weg nach St. Vith mussten wir über eine gesperrte Straßen fahren. Wir kamen an dem Sperrschild vorbei und Grund für die Sperrung war eine Brücke, die noch nicht asphaltiert war und sich im Bau befand. Wir konnten die Räder über die Baustelle tragen und hatten eine Straße ohne Autoverkehr nur für uns. Auf der Strecke wurde das Tempo auch in der zweiten Gruppe etwas angehoben, so dass einige, die vorgefahren sind, geradeaus weitergefahren sind, obwohl wir hätten links abbiegen müssen. Peter hatte sich geärgert und wollte eine Abkürzung nehmen (er kennt sich hier etwas aus), während wir die nächste links gefahren sind um wieder auf die Vordergruppe zu stossen. In einem Waldgebiet, wo Bernd an einer Wanderkarte navigieren wollte, kam Peter dann wieder dazu. Seine Abkürzung entpuppte sich als 5 km Umweg. Wir waren froh, dass wieder alle zusammen waren. In Vielsalm haben wir uns erstmal eine Pause mit belgischen Pommes Frites gegönnt. Gut gestärkt ging es über eine wunderbare Bahntrasse nach Gerolstein. Nach einem Stück Bundesstraße vor Gerolstein sind wir nach rechts Richtung Birresborn über Koop abgebogen. Hier hatten wir wieder starke und lange Anstiege, wurden aber mit wunderschönen weiten Aussichten und Panoramen sowie langen Abfahrten belohnt. Schließlich hatten wir nur noch 5 km (mit Anstiegen) nach Michelbach und sind nach 173 km und 2.500 km um ca. 18:30 Uhr im Hotel angekommen. Eine schöne Tour mit viel Landschaft und wenig befahrenen Straßen.

Götz, Klaus und Norbert waren um 21:00 Uhr immer noch nicht im Hotel und wir haben uns doch langsam Sorgen gemacht. Ludwig hat wegen Verbindungsproblemen durch das Netz von seinem Zimmer mit Götz telefoniert. Die drei haben sich in die falsche Richtung nach Hillesheim verfahren und Ludwig, der aus der Eifel kommt, hat seinen Schwager aktiviert, der mit einem anderen Schwager Fahrradträger auf das Auto geladen hat, um sie an der Stelle abzuholen. Die drei haben es sich aber anders überlegt und wollten die restlichen 20 km noch mit dem Rad zurücklegen. Ludwigs Schwager hat ihnen dann nur die Wegbeschreibung gegeben und die drei haben sich mittlerweile fast Dunklen auf den Weg gemacht. Im Wald war es für sie schon ziemlich dunkel und so sind sie doch froh, aber auch erschöpft um ca. 22:15 Uhr im Hotel nach ca. 260 km angekommen. Das Belegschaft des Hotels war so freundlich und hatte noch Salat und etwas warmes zu Essen zubereitet. Götz meinte noch, durch die Dunkelheit wäre die Landschaft noch strukturierter - er wird noch einen Bericht über deren heutige Tour erstellen. (Andrea) 

Bericht von der 2. Gruppe folgt

01. 07. 12: Michelbach - Nievenheim
Ohne Gruppenteilung ging es heute um ca. 09:30 Uhr im Regen und kühlen Temperaturen von Michelbach auf den kürzesten Weg nach Hause. Wir hatten noch einige lange Anstiege mit wunderbaren Aussichten und weiten Panoramen und haben nach ca. 40 km an einer Kapelle auf einem Höhenweg, die vor Freiling liegt, Pause gemacht. Nach Lommersweiler ging es dann über mehrere Abfahrten in strömenden Regen Richtung Zülpich. Vor Zülpich hatte Bernd noch einen Platten bekommen, der im Regen geflickt wurde. Wir anderen sind inzwischen zu einer Tankstelle gefahren um uns im Verkaufsraum etwas mit Kaffee und Snacks aufzuwärmen. Anschließend hatte der Regen etwas aufgehört, fing aber aber den nächsten Anstiegen bis zu den Abfahrten nach Zülpich wieder an. Erst bei unserer Pause im tiefer gelegenen Zülpich kam die Sonne raus und wir konnten uns draußen in einem Cafe mit zwei Stücken Kuchen aufwärmen. Anschließend ging es weiter Richtung Kerpen/Erftstadt auf den schönen touristischen Erftradweg, der für meine Begriffe etwas zu schnell entlang gefahren wurde. Überhaupt wurde ab dort das Tempo erhöht, weil die meisten so schnell wie möglich nach Hause wollten (Stallgeruch). Mir ist esgelungen, durch den Windschatten in der Gruppe und teilweise Schieben von Bernd dranzubleiben. In Quadrath-Ichendorf bin ich den Anstieg wieder so hochgefahren, wie meine Kräfte es noch zuließen. Die anderen haben noch oben auf mich gewartet, aber ab Büsdorf bin ich dann doch wieder in meinem noch möglichen Tempo über den Mühlenberg Richtung Stommeln und Hackenbroich nach Hause gefahren. (Andrea)


 
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